Metalit macht's möglich! – Eine Zeitreise

1994 gründen Kurt Kappeler, Leo Galliker und Peter Meier die Metalit Metallbauelemente AG.

Mit 1200 m2 auf dem Werkareal der Firma Stierli in Sursee, fünf Mitarbeitenden, einer eingeschränkten aber zweckmässigen Infrastruktur und viel Pioniergeist starten sie in ein unternehmerisches Abenteuer: Sie wollen Fuss fassen im aufstrebenden Markt der Schweizer Metalldeckenhersteller und in naher Zukunft Metalldecken von A bis Z planen, entwickeln und fertigen. Dabei vertrauen sie auf ihr umfassendes Knowhow, ein kleines agiles Team und ein grosses Netzwerk potenzieller Kunden.

Mit viel Überzeugungs- und Aufbauarbeit gelingt es in kurzer Zeit, sich als cleverer und innovativer Nischenplayer einen Namen zu machen. Das Motto lautet: »Metalit macht's möglich!» und darauf vertraut ein immer breiteres Spektrum von Montageunternehmen in der Deutschschweiz und der Romandie. Die Geschäftserfahrungen in den ersten 24 Monaten – längst nicht alles läuft nach Plan und Wunsch – lassen die kleine Firma lernen und kräftiger werden. Die Belegschaft wächst schnell, der Maschinenpark wird laufend ausgebaut und verbessert.

Zur Jahrtausendwende zählt Metalit gegen 30 Mitarbeitende und das rasante Wachstum fordert seinen Tribut: eine eigene Pulverbeschichtungsanlage wird unumgänglich, um den Anforderungen des Marktes sowie den Auftragsgrössen und dem erhöhten Qualitätsverständnis gerecht zu werden. Die Betriebserweiterung bringt 600 m2 mehr Platz. In enormer Eigenleistung werden während sechs Monaten – die Metallelemente-Produktion läuft parallel dazu auf Hochtouren – die Vorbehandlung und der Einbrennofen selber hergestellt und eingebaut.

Mit der Anschaffung der ersten eigenen Schuler-Perforierpresse ist es möglich, die Standardplatten-Produktion zu lancieren und sich an neue Projekte zu wagen. Die Perforierpresse ist eine Anlage aus zweiter Hand, wird von Barcelona in die Schweiz geholt und auf Vordermann gebracht. Wieder wird dem Team einiges abverlangt! Die Mühen und Risiken werden belohnt: Metalit gelingt der Durchbruch im Schweizer Metalldeckenmarkt und realisiert erste Aufträge im grösseren Umfang, beispielsweise für die ABB und EMS-Chemie. Schon bald werden CAD-Zeichnungsprogramm, Abkantcenter und Schweissroboter angeschafft und nebst den technischen Möglichkeiten ist es immer wieder der Wille, kreative Lösungen anzubieten und neue Ideen zu entwickeln, welche die Metalit weiterbringen und Erfolgsgeschichte schreiben lassen.

2004 – Metalit ist seit zehn Jahren erfolgreich unterwegs – ist ein weiterer Schritt zum Betriebsausbau nötig. In Sursee gelingen die Verhandlungen leider nicht wunschgemäss, doch in der Region wird man fündig und baut eine zusätzliche Lagerhalle in Büron. Das erlaubt es, eine zweite Perforierstrasse in Sursee einzurichten und die Kapazitäten weiter zu erhöhen. In den nächsten Jahren kann sich Metalit dank stetig wachsendem Auftragsvolumen als einer der führenden Metalldeckenproduzenten in der Schweiz positionieren. Trotz Finanzkrise glaubt man fest an den Produktionsstandort Schweiz und baut in Büron eine neue Fertigungshalle und ein neues Bürogebäude; Büron wird 2007 zum neuen Firmensitz der Metalit Metallbauelemente AG.

Mit einer Wasserstrahl-Schneidemaschine, einer neuen Pulverkabine und Vorbehandlung sowie einem Trumpf-Stanzcenter werden die Produktionsmöglichkeiten noch einmal ausgebaut. Zeitweise wächst die Belegschaft auf gegen 80 Mitarbeitende, eine neue Lagerhalle ist nötig und mit der Messe Basel kommt der bisher grösste Auftrag ins Haus. 10'000 m2 Metalldecken mit einem eigens entwickelten Aufhängesystem werden hergestellt. Extra zu diesem Zweck wird ein Bolzenschweiss-Roboter angeschafft. Wieder wird der Mut belohnt, die Grenzen des Machbaren zu hinterfragen und neu zu stecken. Mit dem neuen Stanzcenter Euromac und einem Salvagnini-Abkantcenter mit Klinkeinheit wird der Maschinenpark weiter vergrössert und automatisiert. Der anfängliche Nischenplayer hat sich etabliert! ISO-Zertifizierung und TAIM-Mitgliedschaft sind die logische Folge, um auch im Bereich der Qualitäts- und Prozesssicherung mit der Entwicklung Schritt zu halten.

2014 wird das 20-jährige Firmenbestehen mit einem rauschenden Zirkusfest gefeiert. Kurt Kappeler sieht Parallelen zwischen Zirkus und Unternehmung, wo es hie und da eine artistische Einlage braucht, um Engpässe oder Unvorhergesehenes zu bewältigen. Die Schicksalsgemeinschaft, die eine Firma bildet, vergleicht er mit der einer Zirkusfamilie, wo jeder auf den anderen angewiesen ist und man sich gegenseitig unterstützt, um Hochs und Tiefs zu überstehen.

Mit dem kränkelnden Euro wird denn auch schon im Jahr darauf die Standfestigkeit der Metalit hart geprüft. Der Druck aus dem angrenzenden Ausland steigt zusehends, die Preise – vor allem bei den Standard-Artikeln – müssen stark nach unten korrigiert werden. Es heisst, schlankere Prozesse zu führen sowie die Automatisierung weiter zu erhöhen und dies bei möglichst hoher Qualität. In dieser turbulenten Zeit übernimmt Raphael Kappeler die Geschäftsführung. Nicht ohne Stolz übergibt Kurt Kappeler seinem Sohn ein gesundes Unternehmen mit guten Perspektiven. In einem 2-Schichtbetrieb werden täglich bis zu 1500 m2 Deckenplatten fabriziert, jeden Monat laufen gegen 200 Aufträge vom Band. Jetzt gilt es, Chancen wie Herausforderungen des Marktes auch in der zweiten Generation zu meistern. So, wie das schon in der Startphase gemacht wurde: mit Einsatzwillen, Innovationsgeist, Anpassungsfähigkeit und Qualitätsbewusstsein.

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